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25 Φεβρουαρίου 2017

Die Zukunft läuft davon

Griechenlands Professoren versuchen, ihre Universitäten zu retten. Doch für das marode System gibt es keine Hilfe. Viele Studenten sehen ihre letzte Chance im Ausland.

Die 29-jährige Kelly Fanarioti verlor den Glauben an das griechische Bildungssystem, als eigentlich ein Erfolg ihrer Universität gefeiert werden sollte: Vier Jura-Studenten aus Athen hatten den ersten Preis eines europäischen Wettbewerbs gewonnen. In Belgrad sollten die jungen Griechen für ihre Leistung ausgezeichnet werden. Doch die griechische Universität konnte sich die Fahrt für die Sieger nicht leisten.

Dabei sind die Fahrtkosten noch das kleinste Problem der Bildungseinrichtungen: Seit der Finanzkrise kürzte die Regierung die öffentlichen Bildungsmittel um rund 60 Prozent. Immer wieder suchen die Universitäten nach Lösungen, um das marode System zu retten. Langzeitstudenten sollten exmatrikuliert, weniger Erasmus-Studenten aufgenommen werden und Studenten mehr an der Hochschulpolitik mitwirken – genutzt hat das nichts.

Einen neuen Versuch starteten die vier größten Universitäten des Landes in der vorigen Woche. Sie forderten das Bildungsministerium in einem offenen Brief auf, die Studentenzahl im Jahr 2018 um die Hälfte zu reduzieren. Anders als in Deutschland sind die griechischen Bildungsinstitute stark zentralisiert und öffentlich finanziert. Während Universitäten hierzulande weitgehend selbst entscheiden können, wohin ihre öffentlichen Mittel fließen, trifft das griechische Bildungsministerium die wichtigen Entscheidungen für die Hochschulen. Die Universitäten können weder beeinflussen, wie viel Mittel sie erhalten, noch welche Stellen neu besetzt werden oder wie viele Studenten sie betreuen müssen.

Dabei hätten die Universitäten eine Veränderung bitter nötig. Viele Universitätsmitarbeiter verloren im Zuge der Krise ihren Job. Wer ihn noch hat, arbeitet nun mehr Stunden in der Woche für weniger Geld. Griechische Zeitungen schätzen, dass rund 11.000 Stellen nicht besetzt sind. Griechen, die in Elternzeit sind oder kurzfristig an einer ausländischen Universität arbeiten, sind nicht eingerechnet.

Für Professoren wie Koniordas Sokratis ist das eine Katastrophe. "Wenn zehn Mitarbeiter gehen, dann kommt in Griechenland ein Mitarbeiter nach", sagt der Soziologie-Professor an der Universität in Kreta. Aufwendige Forschung sei schon lange nicht mehr möglich. Die Lehre sei im Vergleich zum Ausland schlecht. "Man fragt sich aber sowieso nur noch, wie man seine Familie ernähren soll", sagt der 60-Jährige. Wenn er die Möglichkeit auf eine Lehrstelle im Ausland hätte, dann würde er ohne Nachzudenken seine Koffer packen und sein Heimatland verlassen. Viele seiner jüngeren Kollegen hätten die Flucht ins Ausland schon angetreten.

Die Auswanderer kommen selten zurück
Doch auch wenn das Bildungsministerium die Studentenanzahl reduzieren würde, ließen sich die Probleme vermutlich nicht lösen: Griechenland erlebt seit Jahren einen Brain Drain, die Abwanderung akademischer Fachkräfte. Potenzielle griechische Berufstätige, in deren Bildung investiert wurde und die im Ausland arbeiten, wirtschaften nicht für ihr Geburtsland. Studien halten fest, dass die Auswanderer nur selten zurückkehren. Allein von 2010 bis 2013 verließen rund 350.000 Griechen ihre Heimat. Rund 270.000 von ihnen waren zwischen 20 und 39 Jahre alt.

Bisher betrifft der Brain Drain vor allem ausgebildete Kräfte. Würden die Studentenzahlen reduziert werden, könnte sich dieser auch bei den Studenten fortsetzen. Denn wer keinen Platz an einer griechischen Universität bekommt, wird keine andere Chance haben, als ins Ausland zu gehen.

So wie Dimitris Makrystathis. Der 28-Jährige hat ein Ingenieursstudium an der Universität Patras abgeschlossen und überlegt, für einen Master nach Deutschland oder Großbritannien zu gehen. "In jeder griechischen Universität gibt es finanzielle Probleme", sagt er. Es fehle nicht nur an Professoren, auch Bücher seien veraltet und wichtige Software würde nicht erneuert. Makrystathis, der sich in der Hochschulpolitik engagiert, möchte nicht, dass weniger junge Menschen an den Universitäten studieren. Damit sei das größte Problem, die Unterfinanzierung der Bildungsinstitute, nicht gelöst. Im schlechtesten Fall würde sich die Finanzlage zuspitzen. Denn die staatliche Förderung der Universitäten hängt von den aktiven Studenten ab. Weniger Studenten, das bedeutet auch weniger Fördergelder.

Eine Generation geht verloren
Dass der Brain Drain auch die akademischen Fachkräfte betrifft, zeigt sich an Gikkas Magiorkinis. Der Doktorand verließ sein Land im Jahr 2010, um an der Oxford-Universität in Großbritannien zu lehren und forschen. Der Virenforscher wäre auch an der Athener Universität geblieben, doch wirklich geworben habe keiner um ihn. Zwar wurde ihm eine Lehrstelle angeboten, doch der gesamte Bewerbungsprozess dauerte vier Jahre. Als die Zusage kam, saß Magiorkinis schon längst in Oxford und verdiente gut. "Ich würde gern die griechischen Universitäten unterstützen", sagt der 38-Jährige. Doch ihm seien nur Steine in den Weg gelegt worden. Er bot den Rektoren sogar an, für ein geringes Gehalt gleichzeitig in Oxford und Athen zu unterrichten. Doch auf solche Angebote seien die Universitäten nicht eingestellt. Was in anderen Ländern völlig normal ist, wäre in Griechenland eine Ausnahmesituation gewesen. In Oxford kann er nun in den neuesten Forschungslaboren arbeiten. Zurückkommen würde er nur, wenn sich die Verwaltung in Griechenland grundlegend verändere.

Schlimmer träfe eine Begrenzung der Studienzahl nur noch die Griechen, die sich kein Studium im Ausland leisten können. Denn wenn weniger Studenten zugelassen werden, verringert sich auch die Chance der Abiturienten, einen Studienplatz im Heimatort zu bekommen. Ein Umzug in eine entferntere Stadt oder auf eine andere Insel können sich viele griechische Familien nicht leisten. Seit der Finanzkrise leben viele Studenten wieder bei ihren Eltern, weil eine eigene Wohnung zu teuer wäre. Ein großer Teil der Generation droht, verloren zu gehen und ungelernt in Griechenland festzusitzen.

Schon jetzt hat Griechenland die höchste Rate an jungen Menschen, die weder studieren noch arbeiten. Die ökonomischen Folgen von Abwanderung und fehlender Ausbildung sehen Forscher als immens an. Abgesehen davon, dass die Gefahr besteht, in wirtschaftlich besseren Zeiten keinen Nachwuchs zu haben, gehen beispielsweise auch Steuern und Investitionen verloren. Auch die Chance auf eine bessere Qualität der Lehre verringert sich, wenn Gebildete das Land verlassen. Damit ist auch die wirtschaftliche Stabilität bedroht.

"Ich glaube, es gibt keinen Plan"
Die Zukunft der Universitäten ist ungewiss. Experten schätzen, dass sie sich ohne eine komplette Umstrukturierung nicht werden erholen können. Immer wieder wurde von verschiedenen Stellen gefordert, Studiengebühren oder Spenden einzuführen. Dies verbietet aber die Verfassung. "Wir wollten nie an unseren Studenten verdienen", sagt der Soziologie-Professor Sokratis. Nun nütze es aber sowieso nichts mehr. Die meisten Familien könnten sich keine Gebühren leisten. Die einzige Geldquelle, auf die sich die Bildungseinrichtungen stützen können, ist der bankrotte Staat. Und der zahlt nicht mehr. Sokratis hat resigniert: "Ich glaube, es gibt keinen Plan, um unsere Hochschulen zu retten."

"Ich schäme mich für mein Land", sagt Kelly Fanarioti. Sie hat den Abschluss in Kommunikation, Medien und Kultur an der Panteion Universität in Athen gemacht. Genau wie jeder zweite Jugendliche in Griechenland ist sie arbeitslos. "Jeden Tag raubt uns die griechische Regierung weitere Chancen", sagt sie über die wirtschaftliche Situation für junge Absolventen. Auch Fanarioti überlegt, ins Ausland zu gehen.


Sokratis würde ihr dazu raten. Er selbst hat zwei Töchter, die in Großbritannien studieren und arbeiten. Dort sind sie erfolgreich, in Griechenland wären sie arbeitslos.

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16 Φεβρουαρίου 2017

Λιγότεροι φοιτητές, καλύτερα πανεπιστήμια;

Η εισαγωγή στην τριτοβάθμια εκπαίδευση είναι ένα από τα πιο σημαντικά ζητήματα στη σύγχρονη Ελλάδα. Έτσι, σχεδόν όλες οι κυβερνήσεις έχουν προσπαθήσει να κάνουν μεταρρυθμίσεις και να αλλάξουν τη διαδικασία εισδοχής στα πανεπιστήμια και τα Τεχνολογικά Εκπαιδευτικά Ιδρύματα (ΤΕΙ). Η προσπάθεια των μαθητών να επιτύχουν στις εισαγωγικές εξετάσεις ξεκινά στα 15 τους έτη, με την έναρξη του Λυκείου. Η συντριπτική πλειοψηφία των μαθητών παρακολουθεί φροντιστήρια, τα οποία έχουν σημαντικό κοινωνικό αντίκτυπο ειδικά την εποχή της οικονομικής κρίσης αφού ενισχύουν την “παραοικονομία” και την “παραπαιδεία”, επιβαρύνουν οικονομικά τις οικογένειες και ενισχύουν τις κοινωνικές, οικονομικές και μαθησιακές ανισότητες ανάμεσα στους μαθητές. Οι πλουσιότεροι μαθητές μπορούν να παρακολουθούν περισσότερα και καλύτερης ποιότητας μαθήματα, ενώ πολλοί χαμηλόμισθοι μαθητές με δυσκολία έχουν αυτό το προνόμιο. Εν τέλει όλη η εκπαιδευτική διαδικασία στο Λύκειο περιστρέφεται γύρω από τις εισαγωγικές εξετάσεις, υποβαθμίζοντας το επίπεδο των περισσότερων μαθημάτων και των γενικών γνώσεων των μαθητών. 

Στην Ελλάδα παρατηρούμε και το εξής παράδοξο: το Υπουργείο Παιδείας καθορίζει τόσο τον τρόπο, όσο και τον αριθμό των εισακτέων, περιορίζοντας το ρόλο των πανεπιστημίων. Έτσι, παρατηρούμε σχεδόν κάθε χρόνο να αλλάζουν τα δευτερεύοντα κριτήρια εισαγωγής, όπως η εισαγωγή φοιτητών εκτός εξετάσεων. Τα τελευταία χρόνια, οι πρυτάνεις των πανεπιστημίων ζητούν επιτακτικά να υπάρξει δραστική μείωση του αριθμού των εισακτέων φοιτητών. Το αίτημά τους έχει κάποια βάση, αν και δεν αποτελεί το βασικό πρόβλημα των ελληνικών πανεπιστημίων. Το 2011 έγιναν μεγάλες διαρθρωτικές μεταρρυθμίσεις στα πανεπιστήμια που αφορούσαν διάφορα θέματα, όπως την αλλαγή του τρόπου διοίκησης, την εκπροσώπηση των φοιτητών στα διοικητικά όργανα, τη διαγραφή ανενεργών φοιτητών, το άσυλο κλπ. Οι αλλαγές, παρόλο που υπόσχονταν καλύτερη ποιότητα πανεπιστημίων, ήταν στην πράξη επιφανειακές, αφού τα μεγαλύτερα προβλήματα των πανεπιστημίων έμειναν άλυτα. Αυτά είναι κυρίως η υποχρηματοδότηση, η μεγάλη αναλογία φοιτητών-καθηγητών, η οποία σε μερικά πανεπιστήμια ξεπερνά το 50 και σε πολλά ΤΕΙ το 100, καθώς επίσης και η ουσιαστικά ανύπαρκτη αξιολόγηση των καθηγητών και του προγράμματος σπουδών.

Η ενδεχόμενη μείωση του αριθμού των εισακτέων αναμένεται να επηρεάσει με διάφορους τρόπους. Καταρχάς, το θετικό είναι η καλύτερη αναλογία φοιτητών-καθηγητών. Οι σχολές θα έχουν μεγαλύτερη ευελιξία στη διαμόρφωση του προγράμματος σπουδών και θα κάνουν καλύτερη διαχείριση των φοιτητών. Επίσης, οι φοιτητές θα επιλέγουν πιο στοχευμένα τη σχολή που τους ενδιαφέρει. Τα αρνητικά είναι όμως πολλά περισσότερα! Ο αριθμός των φοιτητών είναι ένα από τα κυριότερα κριτήρια των κρατικών χρηματοδοτήσεων κι έτσι η υποχρηματοδότηση θα συνεχίσει να υπάρχει. Πολλοί νέοι που θα μείνουν εκτός τριτοβάθμιας εκπαίδευσης, θα αναγκαστούν να σπουδάσουν στο εξωτερικό με όλα τα επακόλουθα που αυτό μπορεί να έχει, όπως το brain drain, διαρροή ανθρώπινου και οικονομικού κεφαλαίου κλπ. Πολλοί (κυρίως όσοι δεν έχουν την οικονομική δυνατότητα) δεν θα καταφέρουν να σπουδάσουν καθόλου! Όλα αυτά σε μια εποχή που η Ελλάδα έχει το μεγαλύτερο ποσοστό νεανικής ανεργίας στην Ευρώπη και μεγάλο αριθμό από ΝΕΕΤs (νέοι εκτός απασχόλησης, εκπαίδευσης ή κατάρτισης).

Τα τελευταία χρόνια, κυρίως εξαιτίας της κρίσης, πολλοί μελλοντικοί φοιτητές επιλέγουν το πανεπιστήμιό τους με βάση τον τόπο διαμονής τους και όχι με κύριο κριτήριο το πεδίο σπουδών. Αυτό, πέρα από δυσαρεστημένους φοιτητές που ζουν με τους γονείς τους για λόγους οικονομίας, καθυστερεί την ομαλή ένταξή τους στην αυτονομία, ενώ επηρεάζει ιδιαίτερα αρνητικά τα περιφερειακά εκπαιδευτικά ιδρύματα, αφού οι περισσότεροι μαθητές επιλέγουν τα πανεπιστήμια της Αθήνας και της Θεσσαλονίκης. 

Τα ελληνικά πανεπιστήμια παραμένουν σχετικά αξιόπιστα και έχουν καλή φήμη παρά τις δυσκολίες που αντιμετωπίζουν. Αυτό οφείλεται τόσο στο (κατά πλειοψηφία) άρτια καταρτισμένο προσωπικό που έχουν, όσο και στο καλό επίπεδο των φοιτητών. Παρόλα αυτά, πολλοί νέοι, ψάχνουν διεξόδους για σπουδές στο εξωτερικό. Ο κύριος λόγος είναι η εύρεση εργασίας στο εξωτερικό με καλύτερη αμοιβή και οι καλύτερες συνθήκες ζωής. Δυστυχώς, η μη τυπική μάθηση δεν τυγχάνει καμιας ουσιαστικής αναγνώρισης και δεν είναι ως τώρα ιδιαίτερα δημοφιλής ανάμεσα στον πληθυσμό, παρά τις προσπάθειες που καταβάλλουν οι φορείς της κοινωνίας των πολιτών.

Συνοψίζοντας, πιστεύω πως δεν είναι σημαντικός μόνο ο αριθμός των εισακτέων, αλλά και τα κριτήρια εισαγωγής. Για να επέλθει ουσιαστική και ποιοτική αλλαγή θα πρέπει να υπάρξει ειλικρινής, γόνιμος και παραγωγικός διάλογος ανάμεσα σε όλους τους εμπλεκόμενους φορείς, το Υπουργείο, τα πανεπιστήμια και την κοινωνία στο σύνολό της. Θα πρέπει να υπάρξουν καλά οργανωμένες (διαρθρωμένες) μακροπρόθεσμες πολιτικές που θα καταφέρουν να εντάξουν ομαλά και με καλούς όρους τους νέους στην αγορά εργασίας, όταν αυτοί δεν καταφέρνουν να εισέλθουν στην τριτοβάθμια εκπαίδευση. 

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2 Φεβρουαρίου 2017

Τάσεις της νεανικής ανεργίας

Η νεανική ανεργία αυξάνεται διαρκώς και θα φτάσει το 13,1% μέσα στο 2017 παγκοσμίως. 71 εκατομμύρια νέοι (15-24 ετών) είναι άνεργοι. Το 37,7% των νέων στις αναδυόμενες και αναπτυσσόμενες χώρες ζουν με λιγότερα από $3,1/ημέρα. Είναι αυτά τα ανησυχητικά στοιχεία υπερβολικά ή εκτός πραγματικότητας; Δυστυχώς όχι! Πρόκειται για τα κύρια συμπεράσματα της έκθεσης “World Employment and Social Outlook 2016: Trends for Youth” που παρουσίασε η Διεθνής Οργάνωση Εργασίας και παρέχει επικαιροποιημένα στοιχεία για την παγκόσμια και περιφερειακή ανεργία των νέων. Εξετάζει επίσης τα ποσοστά φτώχειας των εργαζομένων, τις ευκαιρίες αξιοπρεπούς εργασίας τόσο στις αναπτυγμένες, όσο και στις αναπτυσσόμενες οικονομίες, καθώς και τις ανισότητες μεταξύ των φύλων και τις τάσεις της μετανάστευσης των νέων.

Η νεανική ανεργία αποτελεί εδώ και αρκετά χρόνια πιεστικό ζήτημα για τις κυβερνήσεις και τις κοινωνίες των ευρωπαϊκών κρατών, κυρίως αυτών του Νότου. Σε αυτές τις χώρες παρατηρούνται κάποια σημάδια ομαλοποίησης και αναμένεται η μείωση του ποσοστού ανεργίας. Πιο συγκεκριμένα, το ποσοστό ανεργίας των νέων στα 28 κράτη της Ευρωπαϊκής Ένωσης αναμένεται να φτάσει εντός του 2017 στο 18,4% (από 19,2% το 2016 και 20,3% το 2015). Αυτό σημαίνει ότι ο αριθμός των ανέργων νέων στην Ευρώπη αναμένεται να μειωθεί κατά μισό εκατομμύριο, από 4,7 εκατομμύρια το 2015 σε 4,2 εκατομμύρια το 2017.

Πέρα από τα καθαρά ποσοστά της ανεργίας, ένας σημαντικός παράγοντας που δεν αναλύεται συνήθως είναι πως οι νέοι υπερεκπροσωπούνται μεταξύ των ανέργων! Στην Ευρώπη, οι νέοι (15-24 ετών) αποτελούν το 10% του συνολικού εργατικού δυναμικού, ενώ ταυτόχρονα αντιπροσωπεύουν το 20% των ανέργων! Τα στοιχεία αυτά δείχνουν πόσο πιο πιθανό είναι για τους νέους να βρεθούν στην ανεργία σε σύγκριση με τον υπόλοιπο πληθυσμό. Η αναλογία του ποσοστού ανεργίας των νέων σε σύγκριση με τους λοιπούς ενήλικες εκτιμάται σε 2,9 το 2016 σε παγκόσμιο επίπεδο.

Οι επιπτώσεις της μακροχρόνιας ανεργίας των νέων είναι γνωστές από αντίστοιχες έρευνες και κοινές στις περισσότερες περιοχές. Πιο σημαντικές είναι η υποβάθμιση των δεξιοτήτων, η δυσκολία απόκτησης εμπειρίας στην αγορά εργασίας, ειδικά μεταξύ των νέων που αναζητούν την πρώτη τους εργασία και η απογοήτευση που προκαλείται στους νέους. Αυτό μπορεί να έχει μακροχρόνιο αρνητικό αντίκτυπο για το μέλλον της απασχολησιμότητας και της βιοποριστικής ικανότητας των νέων, καθώς και στη συνολική παραγωγικότητα και την οικονομική ανάπτυξη των κρατών.

Ένα φαινόμενο που παρατηρείται εντόνως τις τελευταίες δυο δεκαετίες στις ανεπτυγμένες χώρες είναι η μετατόπιση του ηλικιακού εύρους στην κατανομή της φτώχειας. Οι νέοι βρίσκονται πλέον σε μεγαλύτερο κίνδυνο φτώχειας από τους ηλικιωμένους! Για παράδειγμα, το 2014 το ποσοστό των νέων εργαζομένων στα 28 κράτη της Ε.Ε. που βρίσκονταν σε κίνδυνο φτώχειας ήταν 12,9% σε σύγκριση με το 9,6% των ενηλίκων εργαζομένων ηλικίας 25-54 ετών. Το φαινόμενο αυτό αποτελεί μεγάλη πρόκληση για την Ελλάδα, την Ισπανία και τη Ρουμανία, όπου το ποσοστό κινδύνου φτωχοποίησης για τους νέους εργαζόμενους υπερβαίνει το 20%! Όμως, ακόμη και όταν το γενικό ποσοστό των εργαζομένων που βρίσκονται σε κίνδυνο φτώχειας είναι σχετικά χαμηλό, όπως στη Δανία και τη Σουηδία, οι νέοι εργαζόμενοι ενδέχεται να διατρέχουν τριπλάσιο κίνδυνο φτώχειας από ότι οι ενήλικες εργαζόμενοι.

Οι συνθήκες που επικρατούν στην αγορά εργασίας οδηγούν όλο και περισσότερους νέους στην ημιαπασχόληση. Ενώ υπάρχουν κάποιες ενδείξεις ότι, σε πολλές χώρες, η μερική και προσωρινή απασχόληση μπορεί να χρησιμεύσει ως εφαλτήριο για την εύρεση πιο σταθερών και καλύτερα αμειβόμενων θέσεων εργασίας, εντούτοις υπάρχουν περιορισμένες ενδείξεις ότι αυτό το είδος της εργασίας βελτιώνει τις πιθανότητες των νέων για τη μετάβαση στην πλήρη απασχόλησης αορίστου χρόνου, σύμφωνα με στοιχεία του ΟΟΣΑ... Ο κύριος λόγος που οι νέοι στρέφονται σε αυτές τις μορφές εργασίας δεν είναι άλλος από την έλλειψη θέσων πλήρους ή μόνιμης απασχόλησης. Για παράδειγμα, το 2015 περισσότερο από το 1/3 των νέων εργαζομένων στα 28 κράτη της Ε.Ε. απασχολούνταν μερικώς επειδή δεν έβρισκαν μια θέση πλήρους απασχόλησης.

Η ακούσια (μη-εθελοντική) προσωρινή απασχόληση αντιπροσωπεύει το 60,5% των νέων εργαζομένων στην Ελλάδα, ενώ σε χώρες, όπως η Κύπρος, η Ρουμανία, η Σλοβακία και η Ισπανία, το ποσοστό ξεπερνά το 80%.  Παράλληλα, το ποσοστό της ακούσιας μερικής απασχόλησης στο σύνολο της μερικής απασχόλησης είναι περίπου 60% στην Ελλάδα και την Ισπανία. Τα υψηλά ποσοστά της ακούσιας μερικής απασχόλησης είναι στενά συνδεδεμένα με το γεγονός ότι οι νέοι που απασχολούνται με αυτή τη μορφή απασχόλησης είναι πιο πιθανό να ζουν σε συνθήκες φτώχειας παρά το γεγονός ότι κατέχουν μια θέση εργασίας, όπως τονίστηκε προηγουμένως.

Όλες οι παραπάνω αντίξοες συνθήκες και δυσκολίες στην αγορά εργασίας, έχουν οδηγήσει σε αύξηση του ποσοστού των Ευρωπαίων νέων που επιθυμούν να μεταναστεύσουν με σκοπό την εύρεση καλύτερης εργασίας και συνθηκών ζωής εν γένει. Αυτό παρατηρείται έντονα στη χώρα μας με τις αυξανόμενες ροές νέων μεταναστών που κατά χιλιάδες εγκαταλείπουν τη χώρα τα τελευταία χρόνια προκαλώντας φόβο για brain drain τα επόμενα χρόνια.

Καθώς τα ποσοστά ανεργίας των νέων παραμένουν ιδιαίτερα υψηλά και η μετάβαση από την εκπαίδευση στην εργασία και την αυτονομία γίνεται όλο και πιο δύσκολη, ένα αυξανόμενο ποσοστό της νεολαίας εμπίπτουν στην κατηγορία των ΝΕΕΤs (νέοι εκτός εκπαίδευσης, απασχόλησης ή κατάρτισης), με κίνδυνο να χάσουν τις δεξιότητές τους, να υποαπασχολούνται και να αποθαρρύνονται από τη συμμετοχή στην κοινωνική ζωή.

Η ομαλή ένταξη των νέων στην αγορά εργασίας, την εκπαίδευση και την ανάπτυξη δεξιοτήτων είναι όλα ζητήματα ζωτικής σημασίας για την υλοποίηση ενός ευήμερου, βιώσιμου και δίκαιου κοινωνικο-οικονομικού περιβάλλοντος σε όλο τον κόσμο. Οι νέοι αποτελούν ένα σημαντικότατο κομμάτι της κοινωνίας, αφού αντιπροσωπεύει περισσότερο από 18% του παγκόσμιου πληθυσμού, καθώς και περισσότερο από 15% του παγκόσμιου εργατικού δυναμικού. Κατά συνέπεια, η αντιμετώπιση των προκλήσεων που αντιμετωπίζει η νεολαία στην αγορά εργασίας και την κοινωνία γενικότερα είναι επιτακτική, όχι μόνο για την ευημερία των ίδιων των νέων μόνο, αλλά και για να εξασφαλιστεί η βιώσιμη και χωρίς αποκλεισμούς ανάπτυξη και η βελτίωση της κοινωνικής συνοχής σε όλο τον κόσμο. Οι νέοι αποτελούν την πιο σημαντική επένδυση της χώρας τους και τα ταλέντα, οι δεξιότητες και οι ικανότητές τους δεν θα πρέπει να παραμένουν αναξιοποίητες!

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7 Νοεμβρίου 2016

Η κατάσταση δεν είναι καθόλου ευοίωνη

Το Youthnet Hellas είναι μια μη κυβερνητική οργάνωση, με εθελοντές σε όλη την Ελλάδα, η οποία έχει βραβευτεί πολλαπλά για τις δραστηριότητές της. Ένα ιδιαίτερο χαρακτηριστικό της είναι ότι αποτελεί την πρώτη ελληνική οργάνωση γενικά, η οποία δημοσίευσε Αναφορά για την Νεολαία της Ελλάδας. Μιλήσαμε με τον Δημήτρη Μακρυστάθη, τον πρόεδρο του Youthnet Hellas -μεταξύ άλλων και για τις προοπτικές των ελληνογερμανικών ανταλλαγών.

Κύριε Μακρυστάθη, πείτε μας λίγα λόγια για την οργάνωση και
τις δράσεις του Youthnet Hellas.

Δημήτρης Μακρυστάθης: Το Youthnet Hellas είναι ένας Μη Κυβερνητικός, Μη Κερδοσκοπικός Οργανισμός που επιζητά την ενεργό συμμετοχή των Νέων σε τοπικό, εθνικό, ευρωπαϊκό και διεθνές επίπεδο μέσω δράσεων και παρεμβάσεων. Στόχος του είναι η δικτύωση των Νέων με βάση θεματικές πρωτοβουλίες και η παρακολούθηση της υλοποίησης των Διεθνών και Ευρωπαϊκών Πολιτικών για τους Νέους στην Ελλάδα. Τα τελευταία 5 χρόνια περισσότεροι από 600 νέοι απ’ όλη την Ελλάδα συμμετείχαν μέσω του Youthnet Hellas σε περισσότερα από 180 επιδοτούμενα ευρωπαϊκά προγράμματα. Αυτό τους έδωσε την ευκαιρία να συμμετάσχουν σε συλλογικές δράσεις, να αποκτήσουν εμπειρία σε θέματα ευρωπαϊκού ενδιαφέροντος και να συμβάλλουν δυναμικά στη διαμόρφωση μια υγιούς πολιτικής, οικονομικής και κοινωνικής πραγματικότητας.

Το έργο του Youthnet Hellas έχει αναγνωρισθεί και βραβευτεί σε ευρωπαϊκό επίπεδο. Κυριότερη διάκρισή μας αποτελεί το Βραβείο Ευρωπαίου Πολίτη 2013 από το Ευρωπαϊκό Κοινοβούλιο, με το οποίο αναγνωρίστηκαν η καινοτόμος δουλειά για τη συγγραφή της “Ετήσιας Αναφοράς για τον Τομέα της Νεολαίας στην Ελλάδα” τα τελευταία χρόνια, καθώς και η σημαντική προσπάθεια για την προώθηση της κινητικότητας των νέων στις χώρες της Ευρώπης. Επίσης, το project με τίτλο “Training for Developing Youth Reporting Capacities (You.Re.Ca.)” βραβεύθηκε με την πιστοποίηση ποιότητας και αριστείας από την UNESCO κατά τη διάρκεια του 8ου Φόρουμ Νεολαίας που έγινε στο Παρίσι.

Περί τίνος πρόκειται στο project αυτό;

Δημήτρης Μακρυστάθης: Από τις 1532 προτάσεις που κατατέθηκαν από όλο τον κόσμο, η πρόταση του Youthnet Hellas ήταν στις 15 που βραβεύθηκαν από όλο τον κόσμο και στις 3 από τη γεωγραφική περιοχή Ευρώπης και Βόρειας Αμερικής. Η πρότασή μας εστιάζει στην εκπαίδευση νέων που ηγούνται νεανικών οργανώσεων ή ΜΚΟ, ώστε να αποκτήσουν δεξιότητες που θα τους βοηθήσουν να συντάξουν τις Εθνικές τους Αναφορές Νεολαίας. Tον Ιούλιο του 2015, 50 νέοι από 41 χώρες εκπαιδεύτηκαν πάνω στο youth policy reporting με απώτερο σκοπό τη μεγαλύτερη ευαισθητοποίηση για τα προβλήματα που αντιμετωπίζει η νεολαία και την πιο ενεργή συμμετοχή των νέων στη διαδικασία λήψης των αποφάσεων. Πεπειραμένοι εκπαιδευτές του Youthnet Hellas μετέφεραν την τεχνογνωσία που έχουμε αποκτήσει αυτά τα χρόνια από την έρευνα και τη συγγραφή της ετήσιας Αναφοράς σε νέους από διάφορες χώρες με σκοπό την ανάπτυξη αντίστοιχων καινοτόμων πρωτοβουλιών στις χώρες τους.

Είχατε στο παρελθόν συνεργασία με γερμανικές οργανώσεις; Ποιες ήταν οι εμπειρίες σας;

Δημήτρης Μακρυστάθης: Το Youthnet Hellas έχει συνεχή συνεργασία με γερμανικές οργανώσεις και φορείς τα τελευταία χρόνια και υπάρχει έντονο και αδιατάραχο ενδιαφέρον κι από τις δυο πλευρές για περαιτέρω σύσφιξη των σχέσεων των δύο χωρών και στενότερη συνεργασία στον τομέα της νεολαίας. Οι μέχρι τώρα εμπειρίες μας είναι εξαιρετικές και ευελπιστούμε να παραμείνουν έτσι και να τονωθούν στο μέλλον. Ενδεικτικά, πρόσφατα υλοποιήσαμε στην Αθήνα ένα ελληνογερμανικό σεμινάριο σε συνεργασία με το Ίδρυμα Friedrich-Ebert και την οργάνωση aktuelles forum e.V. και τώρα οργανώνουμε ένα νέο πρόγραμμα ανταλλαγής νέων σε συνεργασία με τον φορέα Sächsische Jugendstiftung που έχει ήδη χρηματοδοτηθεί και θα υλοποιηθεί τον Οκτώβριο στη Λάρισα.

Ποιες συμβουλές θα δίνατε σε γερμανικούς φορείς που ενδιαφέρονται για μια συνεργασία με την Ελλάδα;

Δημήτρης Μακρυστάθης: Αυτό που γνωρίζουμε είναι ότι πολλές ελληνικές οργανώσεις, και μπορούμε να το επιβεβαιώσουμε σίγουρα για τη δική μας οργάνωση, είναι πάντα ανοιχτές στη συνεργασία με γερμανικούς φορείς κυρίως τη συγκεκριμένη χρονική περίοδο που η κοινωνική και οικονομική κατάσταση στην Ευρώπη έχει επηρεάσει τις σχέσεις των δύο χωρών. Τα δεκάδες κοινά ελληνογερμανικά projects που υλοποιούνται αυτή την εποχή αποτελούν, άλλωστε, απόδειξη της συστηματικής και αποτελεσματικής συνεργασίας που υπάρχει ανάμεσά μας. Οι γερμανικοί φορείς μπορούν να αναζητήσουν αξιόπιστες ελληνικές ΜΚΟ, αναζητώντας και τις προηγούμενες συνεργασίες των οργανώσεων, και να καταθέσουν τις προτάσεις τους στην Ελλάδα ή τη Γερμανία.

Μια από τις εξαίρετες δραστηριότητες του Youthnet αποτελεί και η σύνταξη της εκτενούς Ετήσιας Αναφοράς για το Τομέα της Νεολαίας. Ποιος γράφει, σε ποιον απευθύνεται η αναφορά και ποιος τελικά την διαβάζει; Ποιο ήταν το feedback μέχρι στιγμής?

Δημήτρης Μακρυστάθης: Σε πείσμα των δύσκολων καιρών και με μεγάλη όρεξη μια ομάδα νέων εθελοντών από όλη την Ελλάδα ανέλαβε την πρωτοβουλία της εκπόνησης μιας μελέτης, της Ετήσιας Αναφοράς για τον Τομέα της Νεολαίας για το 2009. Η συγκεκριμένη μελέτη έχει ξεχωριστή σημασία, καθώς πραγματοποιήθηκε για πρώτη φορά από ανεξάρτητο φορέα στην Ελλάδα. Η δραστηριοποίηση των νέων σε κοινωνικούς και πολιτικούς χώρους, η νομοθεσία που τους αφορά, οι εκπαιδευτικές δομές, οι σύγχρονοι τρόποι πληροφόρησης, τα προγράμματα (εγχώρια και ευρωπαϊκά), στα οποία έχουν πρόσβαση, καθώς και οι πηγές χρηματοδότησής τους ήταν μερικά από τα ζητήματα που πραγματεύεται η πανελλαδική αυτή αναφορά που φιλοδοξεί να καθιερωθεί ως θεσμός στο χώρο των ΜΚΟ Νεολαίας. Η πρωτοβουλία αυτή συνεχίζεται έως σήμερα με μεγάλη επιτυχία! Όλες οι Αναφορές βρίσκονται ήδη σε Βιβλιοθήκες ΑΕΙ και ΤΕΙ όλης της χώρας και είναι διαθέσιμες δωρεάν στο κοινό, είτε για ερευνητικούς σκοπούς, είτε για απλή προσωπική ενημέρωση των ενδιαφερόμενων νέων.

Και για πότε σκοπεύεται η δημοσίευση της νέας Αναφοράς;

Δημήτρης Μακρυστάθης: Ευελπιστούμε στο τέλος του 2015 να είναι διαθέσιμη η νέα έκδοση της Αναφοράς μας. Για εμάς έχει ιδιαίτερη αξία η ποιότητα του υλικού και δουλεύουμε πολύ στην τεκμηρίωση των στοιχείων και την όσο το δυνατόν πιο αποδοτική παρουσίαση των δεδομένων.

Πριν λίγο καιρό αναφέρατε ότι η κατάσταση στην Ελλάδα, ότι αφορά στο τομέα της Νεολαίας, είναι κάπως χάλια αυτή τη στιγμή. Πως μπορούμε να τη φανταστούμε;

Δημήτρης Μακρυστάθης: Δυστυχώς η κατάσταση δεν είναι καθόλου ευοίωνη για τους νέους στην Ελλάδα. Η νεανική ανεργία είναι σταθερά πάνω από 50% και πολλοί νέοι (οι περισσότεροι με αξιόλογα προσόντα) αναγκάζονται να μεταναστεύσουν στο εξωτερικό. Από την άλλη, οι κρατικές δομές ενίσχυσης της νεολαίας είναι σχεδόν ανύπαρκτες και υπολειτουργούν λόγω της υποχρηματοδότησής τους ή της κακής διάρθρωσης. Όλα αυτά κάνουν την πλειοψηφία των νέων απαισιόδοξους για το μέλλον και συμβάλλουν στην όξυνση των κοινωνικών προβλημάτων, όπως η άνοδος του εξτρεμισμού κτλ.

Τον Ιούνιο λάβατε μέρος ως εκπρόσωπος της Youthnet στη συνάντηση με τους γερμανικούς παράγοντες στα πλαίσια της προετοιμασίας του Ελληνογερμανικού Ιδρύματος Νεολαίας. Τι πρoσέφερε η συνάντηση αυτή στο Youthnet και σε μελλοντικές τις δραστηριότητες;

Δημήτρης Μακρυστάθης: Η συνάντηση με τους γερμανικούς φορείς ήταν ιδιαίτερα σημαντική για εμάς. Δυστυχώς λόγω του πιεσμένου προγράμματος και του περιορισμένου χρόνου δεν είχαμε τη δυνατότητα να αναπτύξουμε πλήρως το “όραμά” μας για το νέο αυτό Ίδρυμα. Είχαμε όμως τη δυνατότητα να ανταλλάξουμε απόψεις με τους Γερμανούς παράγοντες, να συζητήσουμε θέματα κοινού ενδιαφέροντος και να σχεδιάσουμε μελλοντικές δράσεις από κοινού με τους γερμανικούς φορείς. Μας δόθηκε επίσης η ευκαιρία να παρουσιάσουμε την εικόνα της ελληνικής νεολαίας στην εποχή της κρίσης, αλλά και να λάβουμε χρήσιμη τεχνογνωσία για τομείς και δράσεις που μας ενδιαφέρουν. Η συνάντηση αυτή αποτέλεσε ουσιαστικά χρήσιμη ανταλλαγή και ευελπιστούμε να επαναληφθεί σύντομα.

Και τέλος: Πως “ονειρεύεστε” ένα τέτοιο Ίδρυμα Νεολαίας;

Δημήτρης Μακρυστάθης: Γνωρίζουμε τις δυσκολίες που υπάρχουν στην υλοποίηση του Ελληνογερμανικού Ιδρύματος Νεολαίας. Ελπίζουμε όμως πως τελικά θα υπάρξει πρόοδος και θα γίνει σύντομα πράξη. Πιστεύουμε πως ο θεσμός αυτός θα δώσει την απαραίτητη ώθηση στους φορείς νεολαίας τόσο της Ελλάδας, όσο και της Γερμανίας, ώστε να αναπτύξουν περισσότερες κοινές δράσεις και να έρθουν πιο κοντά. Η διμερής συνεργασία των χωρών μας είναι ιδιαίτερα σημαντική αυτή την περίοδο που οι νέοι δοκιμάζονται διαρκώς. Το Ίδρυμα αυτό θα πρέπει να αποτελέσει “κόμβο” και “συνδετικό κρίκο” ανάμεσα στην κοινωνία των πολιτών της Ελλάδας και της Γερμανίας, να τους στηρίζει και να ενισχύει τις πρωτοβουλίες τους έμπρακτα!

Ευχαριστούμε πολύ!

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5 Σεπτεμβρίου 2016

How can young people wield more power around the world?

It’s not uncommon to hear politicians, political scientists and even activists talk about the need to “empower the youth”. Everyone calls youth to take a leading role in society, politics, economy and ultimately lead to a comprehensive change and development in every sector of human activity. But how can young people achieve it? What will motivate or provide them with guidelines?

On the occasion of the International Youth Day (August 12), the British newspaper “The Guardian” organised on August 11 a discussion entitled “How can young people wield more power around the world?”. The panel consisted of 10 young leaders from around the world, experts in participation and social engagement of young people. I had the luck and honour to be a member of this ambitious group and to contribute with my views and ideas in the public debate!

The discussion raised several issues, such as development, security, the fight against gender inequality etc. having always in mind the empowerment of youth. The primary question is how can we better leverage young people's skills and make them leaders of development. First of all, it is of high importance that young people are active and engaged in decision-making mechanisms at every level (local, national, international). When young people feel that their voices are being heard, then they can reach their full potential. We also need sustainable youth policies that in many countries do not exist or exist in a very abstract form. A good example of best practice on how young people can take decisions together with governments is the Council of Europe co-management system. Representatives from youth NGOs sit down in committees with government officials who together then work out the priorities for the youth sector and make recommendations for future budgets and programmes. It is a great challenge and still faces many difficulties, but works well for most of the cases.

A problem that many face or detect is the gap between young and older activists. Often they are not taken seriously or are treated suspiciously and disparagingly. We all advocate for a cause and we put our efforts together to achieve our goals. We shouldn't highlight the age of the activists, but their important role and action. There should be an honest dialogue and discussion among them. They should clarify their roles and take the best out of everyone. For example, young people may have more passion for the common cause and be ready to start a demonstration or a street-activity, but older people might have links with some media (TV, newspapers etc) and promote their cause more effectively and to a bigger audience through these channels. Activists should use all of their capabilities and “weapons” in a very efficient way. We have no space for inside brawls in our movements.

Among others, young people should instigate change and be the drivers of innovation, economic growth and trade, not just participants. Young people should not only wait for opportunities from the governments or the other institutions. They should start creating their own opportunities! As we all know, they are already the drivers of innovation! They should take more risks on business and try to invest on their skills. Some of the most successful start-up companies are founded and run by young people (often below the age of 25). We should be confident on our knowledge, abilities and skills and try to channel this in every way to our community. This can even lead to economic growth and development.

To facilitate the clustering, the Guardian reported the 11 ideas for leveraging the skills of the next generation of leaders that emerged through the discussion:
  1. Recognise we already have youth who are leaders in development
  2. Make young people the solution not the problem
  3. Get rid of youth side events
  4. Involve young people in government consultations
  5. Acknowledge that we’re not one homogeneous group
  6. Create more economic opportunities 
  7. Encourage participation in civil society at a young age
  8. Share knowledge and experience
  9. Start your own initiative to hold leaders to account
  10. Get everyone together to keep on top of youth priorities
  11. Listen and act on what young people say

Unfortunately, young people especially in southern Europe nowadays do not trust politicians and politics. Most of them have given up with politics and don’t take an active role in society. We should build again a relationship of trust and mutual respect among youth and politicians. Young people should be the drivers of political change, be actively involved in every aspect of social life and be a crucial part of the decision-making mechanisms. We are not the future generation, but the present generation!

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3 Σεπτεμβρίου 2016

11 ιδέες για την αξιοποίηση των δεξιοτήτων της επόμενης γενιάς ηγετών

Συχνά ακούμε για τη λεγόμενη “ενδυνάμωση της νεολαίας” είτε από πολιτικούς, είτε από επιστήμονες, είτε από τους ίδιους τους ακτιβιστές. Όλοι καλούν τη νεολαία να αναλάβει πιο ενεργό ρόλο στην κοινωνία, την πολιτική, την οικονομία και εν τέλει να οδηγήσει στη συνολικότερη αλλαγή και πρόοδο σε κάθε τομέα της ανθρώπινης δραστηριοποίησης. Πως όμως μπορούν οι νέοι να το καταφέρουν αυτό; Τι θα τους δώσει κίνητρο ή και κατευθυντήριες γραμμές;

Με αφορμή τη Διεθνή Ημέρα Νεολαίας (12 Αυγούστου), η βρετανική εφημερίδα “The Guardian” διοργάνωσε στις 11 Αυγούστου τη συζήτηση με τίτλο “How can young people wield more power around the world?”. Στο πάνελ συμμετείχαν 10 νέοι από όλο τον κόσμο με ειδίκευση στη συμμετοχή και κοινωνική ενεργοποίηση των νέων. Είχα την τύχη και την τιμή να συγκαταλέγομαι στη φιλόδοξη αυτή ομάδα και να συνεισφέρω με τις απόψεις και τις ιδέες μου στο δημόσιο διάλογο!

Στη συζήτηση τέθηκαν διάφορα θέματα, όπως η ανάπτυξη, η ασφάλεια, η καταπολέμηση της φυλετικής ανισότητας κλπ. έχοντας πάντα ως γνώμονα την ενδυνάμωση των νέων. Η πρωταρχική ερώτηση είναι πως θα καταφέρουμε να αντλήσουμε το μέγιστο από τους νέους, πως θα τους κάνουμε κοινωνούς και πρωτεργάτες της προσπάθειας για ανάπτυξη. Καταρχάς, για να αξιοποιηθούν στο έπακρο οι δεξιότητές τους, θα πρέπει να τονίσουμε πως έχει μεγάλη σημασία οι νέοι να είναι ενεργοί και να συμμετέχουν στα θεσμικά όργανα και τους μηχανισμούς λήψης αποφάσεων σε όλα τα επίπεδα (τοπικό, εθνικό, διεθνές). Όταν οι νέοι άνθρωποι αισθάνονται ότι οι φωνές τους ακούγονται, τότε μπορούν να αξιοποιήσουν πλήρως τις δυνατότητές και ικανότητές τους! Χρειαζόμαστε επίσης βιώσιμες και μακροπρόθεσμες πολιτικές για τη νεολαία, που σε πολλές χώρες δεν υπάρχουν ή υπάρχουν σε μια πολύ ασαφή μορφή. Ένα καλό παράδειγμα βέλτιστης πρακτικής σχετικά με το πως οι νέοι μπορούν να λαμβάνουν αποφάσεις από κοινού με τις κυβερνήσεις είναι το co-management του Συμβουλίου της Ευρώπης. Οι εκπρόσωποι των Μη Κυβερνητικών Οργανώσεων νεολαίας μαζί με τους εκπροσώπους των κυβερνήσεων κάθονται μαζί για να αναπτύξουν μια κοινή θέση σχετικά με τις προτεραιότητες, τους ετήσιους/πολυετείς στόχους και τα κυριότερα κονδύλια του προϋπολογισμού. Αποτελεί μεγάλη πρόκληση και εξακολουθεί να αντιμετωπίζει πολλές δυσκολίες, αλλά λειτουργεί ομαλά  στις περισσότερες των περιπτώσεων.

Ένα πρόβλημα που πολλοί εντοπίζουν ή αντιμετωπίζουν είναι το χάσμα ανάμεσα στους νέους και τους ακτιβιστές μεγαλύτερης ηλικίας. Πολλές φορές δεν τους λαμβάνουν σοβαρά υπόψη ή τους αντιμετωπίζουν καχύποπτα και υποτιμητικά. Όλοι υποστηρίζουμε ένα σκοπό και βάζουμε τα δυνατά μας από κοινού για να επιτύχουμε τους στόχους μας. Δεν θα πρέπει να ασχολούμαστε με την ηλικία των ακτιβιστών, αλλά με το σημαντικό ρόλο και τη δράση τους. Θα πρέπει να υπάρχει ένας ειλικρινής διάλογος και συνεχής συζήτηση ανάμεσά τους. Θα πρέπει να αποσαφηνίσουν τους ρόλους τους και να πάρουν το καλύτερο από τον καθένα. Για παράδειγμα, οι νέοι άνθρωποι μπορεί να έχουν περισσότερο πάθος για τον κοινό σκοπό και να είναι έτοιμοι να ξεκινήσουν μια πορεία διαμαρτυρίας ή ένα street-activity, αλλά και οι ηλικιωμένοι μπορούν να έχουν διασυνδέσεις με ορισμένα μέσα μαζικής ενημέρωσης (τηλεόραση, εφημερίδες κλπ.) και να προωθήσουν το αίτημά τους πιο αποτελεσματικά και σε μεγαλύτερο κοινό μέσω αυτών των διαύλων. Οι ακτιβιστές θα πρέπει να χρησιμοποιούν όλες τις δυνατότητες και τα “όπλα” τους με πολύ αποτελεσματικό τρόπο, αφού δεν υπάρχει χώρος για εσωτερικές έριδες στα κινήματα.

Εκτός των άλλων, οι νέοι θα πρέπει να υποκινούν την αλλαγή και να είναι η κινητήρια δύναμη της καινοτομίας, της οικονομικής ανάπτυξης και του εμπορίου, όχι μόνο οι συμμετέχοντες. Οι νέοι δεν θα πρέπει μόνο να περιμένουν για ευκαιρίες από τις κυβερνήσεις ή τα άλλα θεσμικά όργανα. Θα πρέπει να αρχίσουν να δημιουργούν τις δικές τους ευκαιρίες! Οι νέοι, άλλωστε, είναι ήδη οι ηγέτες και υποκινητές της καινοτομίας! Θα πρέπει να παίρνουν περισσότερα ρίσκα στον επιχειρηματικό τομέα και να προσπαθούν να επενδύουν στις ικανότητές τους. Είναι γνωστό πως μερικές από τις πιο επιτυχημένες νεοφυείς επιχειρήσεις ιδρύθηκαν και λειτουργούν από νέους (συχνά κάτω των 25 ετών). Θα πρέπει, ως νέοι, να έχουμε αυτοπεποίθηση για τις γνώσεις, τις ικανότητες και τις δεξιότητές μας και να προσπαθήσουμε να το μεταδώσουμε αυτό με κάθε τρόπο στην κοινωνία μας. Αυτό μπορεί να οδηγήσει ακόμη και στην οικονομική ανάπτυξη και την ανάπτυξη εν τέλει.

Για να διευκολυνθεί η κατηγοριοποίηση, o Guardian κατέγραψε τις 11 ιδέες για την αξιοποίηση των δεξιοτήτων της επόμενης γενιάς ηγετών που προέκυψαν μέσα από τη συζήτηση:
  1. Αναγνωρίστε πως έχουμε ήδη νέους που είναι ηγέτες στην ανάπτυξη
  2. Κάντε τους νέους τη λύση, όχι το πρόβλημα
  3. Απαλλαγείτε από τις παράλληλες εκδηλώσεις για τη νεολαία
  4. Εντάξτε τους νέους στις κυβερνητικές διαβουλεύσεις
  5. Αναγνωρίστε ότι δεν είμαστε μια ομοιογενής ομάδα
  6. Δημιουργήστε περισσότερες οικονομικές ευκαιρίες
  7. Ενθαρρύνετε τη συμμετοχή στην κοινωνία των πολιτών σε νεαρή ηλικία
  8. Μοιραστείτε τη γνώση και την εμπειρία
  9. Ξεκινήστε τη δική σας πρωτοβουλία για να κάνετε τους ηγέτες να λογοδοτούν
  10. Συγκεντρωθείτε όλοι μαζί για να διατηρηθείτε στην κορυφή των προτεραιοτήτων της νεολαίας
  11. Ακούστε και ενεργείστε πάνω σε αυτά που λένε οι νέοι

Δυστυχώς, οι νέοι κυρίως στη νότια Ευρώπη σήμερα δεν εμπιστεύονται τους πολιτικούς και την πολιτική. Οι περισσότεροι από αυτούς έχουν παραιτηθεί από την πολιτική και δεν αναλαμβάνουν ενεργό ρόλο στην κοινωνία. Πρέπει να οικοδομήσουμε πάλι μια σχέση εμπιστοσύνης και αμοιβαίου σεβασμού μεταξύ των νέων και των πολιτικών. Οι νέοι πρέπει να είναι οι οδηγοί της πολιτικής αλλαγής, να συμμετέχουν ενεργά σε κάθε πτυχή της κοινωνικής ζωής και να είναι ένα καίριο μέρος των μηχανισμών λήψης αποφάσεων. Άλλωστε, δεν είμαστε η μελλοντική γενιά, αλλά η σημερινή γενιά!

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24 Οκτωβρίου 2015

Die jungen Leute sind am meisten betroffen

Seit Jahren hört man es täglich in deutschen Medien: Europa in der Krise, Griechenland in der Krise. Doch was bedeutet das für die Menschen in Griechenland konkret? Wie hat sich ihr Leben verändert? Steffen Haake hat bei zwei Griechen nachgehorcht.

Fotinos Pagiavlas, Verkehrspolizist und gewählter Gewerkschaftsvertreter in Athen, und Dimitris Makrystathis, Vorsitzender der NGO Youthnet Hellas und Mitglied im Jugendbeirat des Europarats, müssen nicht lange nachdenken, wenn man sie nach den Auswirkungen der Krise auf ihr Leben fragt.

25 Prozent weniger Lohn
Pagiavlas arbeitet sechs Tage pro Woche, darunter mindestens zwei Nachtschichten. Der Polizist kontrolliert den Verkehr und sorgt auch bei Demonstrationen oder Staatsbesuchen für Sicherheit. „Mir macht es nichts aus, mitten auf einer Kreuzung zu stehen oder Proteste abzusichern, das sind Aufgaben, die gemacht werden müssen“, sagt Pagiavlas. Monatlich bekommt er dafür 1.000 Euro Lohn, früher waren es 1.300 Euro – wegen der Krise sind die Löhne um durchschnittlich 25 Prozent gekürzt worden.

Doch Geld ist es nicht, das ihn antreibt, sich in der Gewerkschaft für die Rechte seiner Kolleginnen und Kollegen einzusetzen. „Für mich waren die Lohnkürzungen nicht so schlimm, ich mache einfach keine Reisen mehr“, scherzt Pagiavlas. Der Antrieb für sein Engagement liegt in seiner Überzeugung von einer offenen Gesellschaft: So war er der erste Athener Polizei-Gewerkschafter, der an einer Demonstration für die Rechte Homosexueller teilnahm. „Ich selbst habe eine Freundin und möchte auch eine Frau heiraten. Aber ich hielt es für wichtig, mich für die Rechte meiner schwulen Kollegen einzusetzen“, sagt er. Keine Selbstverständlichkeit. Nach der Demo hätten ihn zwar einige bewundert, aber viele seiner Kollegen hätten nicht mehr mit ihm geredet.

Kampf gegen Rechts
Seitdem Europa in der Krise ist und Griechenland besonders unter der Austeritätspolitik beziehungsweise den staatlichen Sparmaßnahmen leidet, ist Pagiavlas der Kampf gegen Rechts ein besonderes Anliegen. Schließlich fürchtet er den Aufstieg nationalistischer und rassistischer Bewegungen, die die Menschen mit einfachen Erklärungen für komplexe Probleme verführen.

Daher beteiligt er sich an einem Projekt des Athener Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung gegen rechte Organisationen. Auf diese Weise hofft er daran mitwirken zu können, Griechenland durch die Krise in eine bessere Zukunft zu manövrieren.

Die verlorene Generation
Die Zukunft ist es auch, die Dimitris Makrystathis beschäftigt – denn die gehört schließlich der Jugend, für die er sich mit Youthnet Hellas im Jugendbeirat des Europarates einsetzt. „Die Jugend ist aber auch die Gegenwart. Wir sind jetzt da, wir wollen jetzt mitreden“, sagt Makrystathis.

Er ist sich sicher: Jugendliche sind die Menschen, die am meisten unter der Krise zu leiden haben. Er nennt seine Generation die „verlorene Generation“, da sie ihrer Chancen beraubt wurde. Doch es gibt noch eine weitere Generation – die fehlende: Geht man durch die Straßen Athens, so fällt auf, dass es wenige Kinder gibt. Makrystathis und Pagiavlas sind sich einig: „Die Leute bekommen keine Kinder, weil sie es sich nicht mehr leisten können“, klagen sie. Auch Pagiavlas hat deshalb bisher auf Kinder verzichtet. „Einige meiner Kollegen haben Kinder und einen Kredit, die wissen nicht mehr, wie sie das bezahlen sollen.“

Weiter kämpfen
Das sind düstere Aussichten, die für die beiden engagierten Griechen jedoch Ansporn sind, weiter zu machen. Makrystathis will sich weiter im Jugendbeirat des Europarates einsetzen und der Jugend auf europäischer Ebene mehr Gehör verschaffen. Pagiavlas wird in verschiedenen Netzwerken weiter gegen Rechts, Diskriminierung und fallende Löhne kämpfen.



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9 Οκτωβρίου 2015

Die Situation ist für die Jugend alles andere als rosig

Youthnet Hellas ist eine Jugend-NGO, die landesweit verbreitet ist und mehrfach für ihr Engagement ausgezeichnet wurde. Eine Besonderheit ist, dass sie als erste griechische Organisation überhaupt, einen Jugendbericht herausgegeben hat. Wir haben mit Dimitris Makrystathis, dem Vorsitzenden von Youthnet Hellas gesprochen – auch über die Perspektiven des deutsch-griechischen Austauschs.

Herr Makrystathis, sagen Sie uns ein paar Worte zu der Organisation und den Aktivitäten von Youthnet Hellas.

Dimitris Makrystathis: Youthnet Hellas ist eine Nichtregierungsorganisation, eine gemeinnützige Einrichtung, die die aktive Beteiligung der Jugend auf lokaler, nationaler, europäischer und internationaler Ebene mittels Aktionen und Interventionen anstrebt. Ihr Ziel ist es, die Jugend auf der Grundlage von thematischen Initiativen zu vernetzen und die Umsetzung der Internationalen und Europäischen Jugendpolitik in Griechenland zu beobachten. In den letzten fünf Jahren haben über 600 Jugendliche aus ganz Griechenland über Youthnet Hellas an mehr als 180 geförderten europäischen Programmen teilgenommen. Dies gab ihnen die Gelegenheit, an gemeinsamen Aktionen teilzunehmen, Erfahrungen zu Themen von europäischem Interesse zu sammeln und dynamisch zur Gestaltung einer gesunden politischen, wirtschaftlichen und sozialen Realität beizutragen.

Die Arbeit von Youthnet Hellas erlangte auf europäischer Ebene Anerkennung und wurde ausgezeichnet. Wichtigste Auszeichnung ist der uns vom Europäischen Parlament verliehene  Europäische Bürgerpreis 2013, durch den unsere innovative Arbeit in den letzten Jahren für das Verfassen des „Jahresberichts zum Bereich Jugend in Griechenland“ gewürdigt wurde, ebenso wie unsere starken Bemühungen, die Mobilität der Jugend in den Staaten Europas zu fördern. Des Weiteren wurde auf dem 8. Jugendforum in Paris das Projekt mit dem Titel “Training for Developing Youth Reporting Capacities (You.Re.Ca.)” mit dem Youth Label der UNESCO, das für Qualität und Exzellenz steht, ausgezeichnet.

Worum geht es bei diesem Projekt?

Dimitris Makrystathis: Von den 1.532 Vorschlägen, die aus aller Welt eingereicht wurden, befand sich der Vorschlag von Youthnet Hellas unter den 15, die weltweit ausgezeichnet wurden, und unter den 3 aus dem geographischen Raum Europa und Nordamerika. Unser Vorschlag konzentriert sich auf die Ausbildung von Jugendlichen, die an der Spitze von Jugendorganisationen oder NGOs stehen, um Fähigkeiten zu erwerben, die ihnen beim Verfassen der Nationalen Jugendberichte eine Hilfe sein werden. Im Juli 2015 wurden 50 Jugendliche aus 41 Ländern im Bereich des youth policy reporting ausgebildet, um einen bewussteren Umgang mit den Problemen der Jugend und eine aktivere Beteiligung der Jugend bei Entscheidungsprozessen zu erzielen. Erfahrene Ausbilder von Youthnet Hellas haben das durch Forschung und das Verfassen des Jahresberichts in diesen Jahren erworbene Know-how an Jugendliche aus unterschiedlichen Ländern vermittelt mit dem Ziel, ähnliche innovative Initiativen bei sich zu Hause zu entwickeln.

Haben Sie in der Vergangenheit Kooperation mit deutschen Organisationen gehabt? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Dimitris Makrystathis: Youthnet Hellas hat in den letzten Jahren kontinuierlich mit deutschen Organisationen und Trägern zusammengearbeitet, und es gibt ein reges und ungetrübtes Interesse von beiden Seiten für eine weitere Vertiefung der Beziehungen zwischen beiden Ländern und die engere Kooperation im Bereich der Jugend. Unsere bisherigen Erfahrungen sind hervorragend und wir hoffen, dass dies auch in Zukunft so bleibt, bzw. dass sie noch weiter ausgebaut werden. Als Beispiel möchte ich ein deutsch-griechisches Seminar erwähnen, das wir vor kurzem in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert Stiftung und der Organisation aktuelles forum e. V. in Athen durchführten. Auch ist aktuell ein neues Jugendaustauschprogramm in Zusammenarbeit mit dem Träger Sächsische Jugendstiftung in der Planung, dessen Finanzierung schon steht und im Oktober in der Stadt Larissa stattfinden wird. 

Welche Ratschläge würden Sie an deutsche Träger geben, die an einer Kooperation mit Griechenland interessiert sind?

Dimitris Makrystathis: Was wir mit Sicherheit sagen und auch am Beispiel unserer eigenen Organisation bestätigen können, ist, dass viele griechische Organisationen immer offen gegenüber einer Zusammenarbeit mit deutschen Trägern sind, gerade in der heutigen Konstellation, wo die soziale und wirtschaftliche Situation in Europa die Beziehungen zwischen den beiden Ländern beeinflusst hat. Die Dutzende von gemeinsamen deutsch-griechischen Projekten, die aktuell durchgeführt werden, sind außerdem der Beweis für die systematische und effiziente Zusammenarbeit, die es zwischen uns gibt. Die deutschen Träger können zuverlässige griechische NGOs suchen, indem sie auch auf frühere Kooperationen der Organisationen zurückgreifen, und ihre Vorschläge in Deutschland bzw. in Griechenland einreichen.

Zu den besonderen Aktivitäten von  Youthnet gehört auch das Verfassen des umfangreichen Jahresberichts der Jugend. Wer schreibt ihn, an wen ist der Bericht adressiert und wer liest ihn schließlich? Welches Feedback hatten Sie bisher?

Dimitris Makrystathis: Allen Widrigkeiten der heutigen Zeit zum Trotz und mit großem Tatendrang hat eine Gruppe von jungen Freiwilligen aus ganz Griechenland die Initiative ergriffen, eine Studie, nämlich den Jahresbericht für die Jugend 2009, zu erstellen. Die konkrete Studie hat eine besondere Bedeutung, zumal sie erstmals in Griechenland von einem unabhängigen Träger durchgeführt wurde. Das soziale und politische Engagement der jungen Menschen, die Gesetzgebung, die sie betrifft, die Bildungsstrukturen, die modernen Formen der Kommunikation, die Programme – griechische und europäische –, zu denen sie Zugang haben, ebenso wie ihre Finanzierungsquellen waren einige der Aspekte, um die es in diesem gesamtgriechischen Bericht geht, dessen Ambition es ist, sich im Bereich der Jugend-NGOs zu etablieren. Diese Initiative wird bis heute mit großem Erfolg fortgesetzt. Alle Berichte befinden sich bereits in Hochschul- und Fachhochschulbibliotheken in ganz Griechenland und sind kostenlos zugänglich für die Öffentlichkeit – ob für Forschungszwecke oder zur persönlichen Information von interessierten jungen Menschen.

Für wann ist die Veröffentlichung des neuen Berichts vorgesehen?

Dimitris Makrystathis: Wir hoffen, dass Ende 2015 die Neuausgabe unseres Berichts fertig gestellt sein wird. Wir legen besonderen Wert auf die Qualität des Materials und wir konzentrieren uns auf die Dokumentation  der Daten und die möglichst effizienteste Präsentation der Fakten.

Vor einiger Zeit haben Sie gesagt, dass die Situation in Griechenland im Hinblick auf die Jugend relativ desolat sei. Wie sollen wir uns das vorstellen?

Dimitris Makrystathis: Leider ist die Situation alles andere als rosig für die Jugend in Griechenland. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt konstant bei über 50% und viele Jugendliche – die meisten gut qualifiziert – sehen sich gezwungen, ins Ausland auszuwandern. Auf der anderen Seite sind die staatlichen Förderstrukturen für die Jugend fast nicht vorhanden oder werden kaum bedient, aufgrund ihrer Unterfinanzierung bzw. des schlechten Managements. All das führt dazu, dass die Mehrheit der jungen Menschen pessimistisch bezüglich ihre Zukunft sind, und trägt zur Verschärfung der sozialen Probleme bei, wie beispielsweise die Zunahme des Extremismus.

Im Juli haben Sie im Rahmen der Vorbereitungsarbeit für das Deutsch-Griechische Jugendwerk als Vertreter von Youthnet am Treffen mit deutschen Akteuren teilgenommen. Was hat diese Begegnung Youthnet gebracht  - auch im Hinblick auf zukünftige Aktivitäten?

Dimitris Makrystathis: Diese Begegnung mit den deutschen Trägern war besonders wichtig für uns. Leider hatten wir wegen des dichten Programms und des engen Zeitplans nicht die Möglichkeit gehabt, unsere „Vision“ dieser neuen Institution vollständig darzustellen. Wir hatten allerdings Gelegenheit zu einem Meinungsaustausch mit den deutschen Akteuren, über Themen von gemeinsamem Interesse zu diskutieren und zukünftige Aktionen gemeinsam mit der deutschen Seite zu planen. Auch konnten wir das Bild der griechischen Jugend in den Zeiten der Krise präsentieren, aber auch wertvolles Wissen über Bereiche und Aktionen bekommen, die für uns von Interesse sind. Dieses Treffen war im Grunde ein wertvoller Austausch und wir hoffen, dass es bald wieder stattfindet.

Und eine letzte Frage: Wie „träumen“ Sie von einem solchen Jugendwerk?

Dimitris Makrystathis: Wir sind uns der Schwierigkeiten, die mit der Errichtung eines Deutsch-Griechischen Jugendwerks einhergehen, bewusst. Wir hoffen aber, dass es Fortschritte geben wird und dass es sehr bald Realität wird. Wir glauben, dass diese Institution den Trägern der Jugendarbeit in Griechenland wie in Deutschland den notwendigen Impuls geben wird, um mehr gemeinsame Aktionen zu entwickeln und sich näher zu kommen. Die bilaterale Kooperation unserer Länder ist besonders jetzt wichtig, wo die Jugend hart geprüft wird. Dieses Jugendwerk soll einen „Knotenpunkt“ und ein „Bindeglied“ zwischen der Zivilgesellschaft Griechenlands und Deutschlands darstellen, sie stärken und ihre Initiativen mit Taten unterstützen!

Wir danken Ihnen sehr!

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10 Ιουλίου 2015

Greek referendum: The aftermath

The result of Greece’s referendum could not be any clearer as the overwhelming majority of Greeks (61,31%) rejected the agreement plan submitted by the European Commission, the European Central Bank and the International Monetary Fund to the Eurogroup of 25 June 2015. Greek people decided to follow the “tough way” against austerity policies and poverty. They decided once again to oppose against technocrats’ ultimatums and hope for development.

Last week Greeks experienced a lot of challenges: immoral propaganda in the media, capital controls in the banks and high polarization. Many people stated that a national division is ongoing and civil war situations are observed. The vote result contrariwise shows that for the first time in history the election map is painted with a single color! Throughout Greece people voted for more democracy and dignity by sending their clear message both to Greek, as well as to European politicians for the future.

Soon the same night Antonis Samaras, former Prime Minister and current Leader of the Opposition, resigned as chairman of New Democracy (ND) party as he is considered the main culprit for the failure of the YES campaign. Early the next day popular Minister of Finance Yanis Varoufakis stepped down too in a very surprising move! He stated that “[he] was not welcome in the Eurogroup meetings by some of the other participants” and his resignation could be potentially helpful to Tsipras in reaching an agreement.

Alexis Tsipras, Prime Minister of Greece, was one of the big winners of the referendum’s results in and out of Greece. The popular support on him was confirmed massively. Most of the Greeks on the face of Tsipras recognize the first politician who did not “betray” their vote and fights for their interests. Also at European level, Tsipras’ speech in European Parliament on 8 July impressed many of the MEPs and was welcomed very warmly. During his short term as active in EU (and candidate for European Commission president) Tsipras has achieved to influence positively the Party of the European Left and the GUE/NGL group. He (along with Pablo Iglesias) is the main reference person of the European left in the last few years and the first leftist to govern a big EU country.

On 6 July Tsipras made a gesture of cooperation and called for a meeting of party leaders (except Golden Dawn) with the presence of the President of Greece. All, except the Communist Party leader, agreed to authorize him to continue the negotiations with the institutions in order to reach an agreement having as sole requirement Greece not to leave the Eurozone or the EU. It seems that the resignation of Samaras (ND) and Venizelos (PASOK) from the chairmanship of their parties helped to strengthen the spirit of cooperation among the party leaders.

But the main outcome of the Greek referendum is the lack of serious and strong leadership in the European Union. Juncker, Schulz, Dijsselbloem and other EU officials intervened openly in a major political issue in Greece without being impartial or objective. They interpreted the referendum’s question as a YES/NO to the Eurozone or YES/NO to the European Union. It was Schulz who called for the removal of Greece’s elected government in favour of a technocratic government! After the referendum they refused to accept the democratic result of it. They pretended that it was all for nothing and just “forgot” about their initial interpretation of the question. Fench President François Hollande beforehand stated that Tsipras is “inappropriate” to hold the negotiations and then called him for further negotiations...

Greeks during the referendum vote showed also their anger against European leaders for their timidity to take initiatives that could end the debt problem. They feel punished from the EU and blackmailed to sign their economic death. A few days ago (5 July) Spiegel’s Mathieu von Rohr tweeted that “Those who actually think Merkel can just close a deal with Tsipras now know absolutely nothing about German politics and public opinion”. This is the major problem that EU faces nowadays: the whole Union lies upon a person and his/her decisions or will. In addition, Germans or other Europeans who think that Greeks can be threatened by ultimatums know absolutely nothing about Greek politics and public opinion. During the years when a foreign power put ultimatums, Greeks always refused them! They prefer not to be told (or taught) what to vote or what opinion to support. This is the main reason why the YES campaign failed totally: corrupted Greek former politicians, EU officials and media oligarchs waved a finger to citizens guiding them on what to vote. All this by showing full ignorance of people’s everyday life and the problems they face.

All in all, it is very optimistic that people across Europe supported Greeks and their decision. Everyone should understand that the fight against austerity is not a Greek problem, but a European one as Italy or Spain could follow. It is also very important for EU’s future integration not to put countries against each other and (despite a few exceptions) this was achieved. Now Tsipras holds a strong popular legitimacy to reach a more fair agreement with the institutions.

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